Leserbrief zu diversen Artikeln zum Thema "Grundschule Am Markt in Twistringen"


Nun hat die CDU-Fraktion mit Ratsmehrheit nach längeren Diskussionen im Fachausschuss und VA, in der Ratssitzung am 26.9. ihren Vorprojektierungsbeschluss zum Bau einer eigenständigen Grundschule mit Sporthalle am Standort Hohe Straße (nach Abriss jetziges Gelände der Haupt-und Realschule) durchgedrückt. Eine Standortwahl, die aus Sicht der Stadtentwicklung, ver­kehrlicher und organisatorischer Probleme sowie pädagogischen Anforderun­gen nicht begreiflich gemacht werden kann. Ein Standort, der die Anlegung eines Schulsportplatzes sowie spätere bauliche Erweiterungen nach Stellungnahme des Planers unmöglich machen. Ferner stehen Anforderungen der Landesschulbehörde dem entgegen, die nur schwerlich erfüllt werden dürften. Hinzu kommen erhebliche Bedenken vom Kollegium der HS/RS, die von Anwesenden in der Ratssitzung deutlich gemacht wurden. Von der Errichtung von Zäunen, Mauern u. ä. war die Rede, ja man befürchtet sogar, dass unsere Grundschüler demnächst wie „Ratten im Käfig" gehalten würden. Ähnliches haben auch Landkreisvertreter bei einer Begehung geäußert „der Schulbetrieb der HS/RS dürfe in keinster Weise beeinträchtigt werden". Voraussetzungen also, die den obigen Beschluss mehr als bedenklich erscheinen lassen.

Der Arbeitskreis Grundschule hat sich nach mehreren Sitzungen und vorliegenden Unterlagen des Fachplaners dafür ausgesprochen, optional die Variante Gymnasium vorzuschlagen, wenn Schule am Sportplatz nicht geht. Um so unverständlich ist es, dass die Verwaltung diesem in ihren Beschlussvorlagen nicht gefolgt ist und nunmehr die mittlerweile zehnte oder elfte Variante „Hohe Straße" vorschlug.

Wir, die Freie Wählergemeinschaft Twistringen, haben uns nach Abwägung aller Varianten für den Standort „Gymnasium" entschieden. Dies ist ein Standort, der von der Fläche, Verkehrssituation und vielen anderen Vorteilen die beste Lösung darstellt. Durch die natürlich gewachsene Abgrenzung (mittlerweile ca. vier Meter hoher Wall mit Büschen) zum Gymnasium wäre gewährleistet, dass unsere Grundschüler keine andere Schulform beeinträchtigen und auch nicht umgekehrt. Dort könnte ein Sportplatz nebst Zweifeld-Turnhalle entstehen — ein Standort also, der genau so hervorragende Bedingungen erfüllt wie z.B. Heiligenloh. Also eine Lernatmosphäre schaffen, in der die Grundschüler gerne zur Schule gehen und das Lehrerkollegium höchst motiviert ist. Wir die FWG Twistringen vertreten nach wie vor die Meinung, dass für die Grundschule ähnlich gute Bedingungen zu schaffen sind, wie es das Gymnasium bereits hat und die HS/RS künftig haben wird. Also eine Basis schaffen, die Grundlage ist für Erfolge in weiteren Schulformen und später im Beruf. Alles was dem entgegensteht werden wir von der FWG entschieden entgegen treten — also Lobby sein für die Schüler und Eltern und nicht wie die Ratsmehrheit es jetzt will „die Kleinsten“ in eine Odyssee mit ungeahnten Folgen zu schicken, die in späteren Jahren nicht mehr reparabel ist.

Mit freundlichen Grüßen

Horst Küpker als Mitglied
des Arbeitskreises Grundschule
und Mitglied der Fraktion der Freien Wählergemeinschaft Twistringen und Ortschaften im Stadtrat